Sonntag, Juli 14, 2024
Die Hockey-Herren feiern den Sieg gegen die Niederlande. Foto: Federico Gambarini/dpa

Sieg und Stimmung machen Mut: Hockey-Herren wollen Titel

Mönchengladbach (dpa) – Getragen von der fantastischen Stimmung und ausgestattet mit großem Selbstbewusstsein streben die deutschen Hockey-Herren dem nächsten Titel entgegen.

Nach dem 3:0-Sieg gegen Titelverteidiger und ProLeague-Sieger Niederlande erhoben sich die knapp 10.000 Besucher im Mönchengladbacher Hockey-Park und sangen: «Oh, wie ist das schön». Da sprach selbst der Bundestrainer von einem «Gänsehautgefühl». «Das ist doch auch für die Jungs toll. Die haben noch nie ein Heim-Turnier erlebt, die bekommen nicht viel Geld und stehen jeden Morgen um sieben Uhr auf und gehen laufen», sagte André Henning.

«Wir wollen Europameister werden»

Auch Torjäger Niklas Wellen, der sein erstes Turniertor erzielte, war völlig begeistert von der Unterstützung des enthusiastischen Publikums. «Das sind die besonderen Momente in der Karriere. Die Fans tragen einen durch das Turnier», sagte der Krefelder, der sich von solchen Momenten bei der EM noch einige wünscht.

Nach dem Prestige-Erfolg gegen die Niederlande rief der Bundestrainer das letzte Gruppenspiel gegen Frankreich zu einem K.o.-Spiel aus. «Es ist wie ein Viertelfinale. Ein Sieg bedeutet Gruppenerster, eine Niederlage heißt Ende des Turniers», erklärte der Coach.

Vor dem Duell am Mittwoch (19.30 Uhr) mit den Franzosen, gegen die das deutsche Team im WM-Achtelfinale im Januar 5:1 gewonnen hatte, sagte Henning, dass seine Auswahl diesen Druck zum Einzug ins Halbfinale wohl benötige. «Das Ziel ist der Gruppensieg. Das ist eine gute Herausforderung. Man kann auch den Eindruck bekommen, dass diese Mannschaft immer ein bisschen gepikst werden muss», sagte der Coach.

Mit vier Punkten führt Deutschland die Tabelle der Gruppe B vor der Niederlande und Frankreich (jeweils drei). Ein Remis würde bei gleichzeitigem Sieg der Niederlande gegen Wales für Platz zwei reichen. Mut macht auch die gute Turnierserie in diesem Jahr. «Wir haben jetzt bei der WM und EM neun Spiele nacheinander nicht verloren», sagte der Bundestrainer.

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