Sonntag, April 21, 2024

Lindemann strebt Top-Platzierung an, Knoll will lernen

Laura Lindemann (Potsdam) ist im Olympiarennen in Tokio (Japan) über 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen  eine Top-Platzierung zuzutrauen. Anabel Knoll (Nürnberg) geht unbedarft in ihr Olympia-Debüt.

Das Rennen beginnt am Montag um 23.30 Uhr deutscher Zeit (6.30 Uhr  japanischer Zeit am Dienstagmorgen) und ist live in der ARD und auf  Eurosport zu sehen.
Lindemann ist mit der Empfehlung des Europameistertitels im Einzel nach Japan  gereist. Zuvor hatte sie sich mit Rang neun beim Rennen der World  Triathlon Championship Series in Leeds Anfang Juni in der Weltspitze  zurückgemeldet. Nach einer Coronainfektion und dem damit verbundenen  Trainingsausfall im Frühjahr hatte die 25-Jährige keinen einfachen  Einstieg in die Olympia-Saison gehabt.

Bei ihren ersten Olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016 hatte Lindemann Rang 28 belegt.

Anabel Knoll qualifizierte  sich durchaus überraschend beim internen deutschen Qualifikationswettkampf Ende Mai in Kienbaum für die Olympischen Spiele.  Favoritinnen auf das deutsche Ticket waren andere Athletinnen. Knolls  Erfahrung in internationalen Rennen ist überschaubar, allerdings sieht  sie darin auch Vorteile: „Es ist vielleicht auch ein Vorteil, wenn man  nicht weiß, was auf einen zukommt, unbedarft agiert“, hat die 25-Jährige im Interview erzählt.

Knoll kommt sehr gut mit den klimatischen Bedingungen vor Ort  zurecht: „Es ist zwar super heiß und schwül, aber ich fühle mich gut“,  sagt sie und fügt an: „Die Stimmung hier im Olympischen Dorf ist gut und  es ist super spannend, jeden Tag jemanden Neues kennenzulernen.“

Favoritinnen auf den Olympia-Titel sind die 2020er-Weltmeisterin  Georgia Taylor-Brown (Großbritannien), Taylor Knibb, die den Wettbewerb  der World Triathlon Championship Series in Yokohama (Japan) im Mai für  sich entschied, Maya Kingma, die das Rennen der World Triathlon  Championship Series in Leeds gewann, und Nicola Spirig, Gewinnerin des Weltcups in Lissabon, Olympiasiegerin von 2012 und -Zweite von 2016.

Gute Aussichten auf eine Top-Platzierungen haben auch Athletinnen wie  Flora Duffy (Bermudas), Summer Rappaport (USA), Zweite in Yokohama,  Jessica Learmonth (Großbritannien), Zweite von Leeds, sowie ihre  Landsfrau Vicky Holland, Olympia-Dritte 2016, oder die US-Amerikanerin  Katie Zaferes, Weltmeisterin von 2019.

Allerdings haben Titelkämpfe, die in einem Rennen entschieden werden,  oftmals eine eigene (Renn-)Dynamik, sodass es im Kampf um die Medaillen  und Top-Ten-Platzierungen durchaus Überraschungen geben kann.

Quelle: Thorsten Eisenhofer /DTU
Foto: Frank Wechsel

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